An Stefans Geburtstag mussten wir schon mit den Hühnern aufstehen.
Das machte aber nichts, denn heute wollten wirs mal richtig krachen lassen und uns wie VIP’s fühlen. Wir hatten nämlich 3 Tage auf einem Tauchboot im nördlichen Great Barrier Reef gebucht. Um dort hin zukommen traten wir an diesem Morgen einen Privatflug mit einer kleinen Propellermaschine an. Naja um ehrlich zu sein hatten wir gar nicht damit gerechnet, dass es so privat wird, aber in dem 12-Sitzer waren tatsächlich nur wir, der Pilot und eine Tauchfotografin. Somit hatten wir einen exklusiven Check-Inn Schalter, eine Wartelounge nur für uns allein und eine Sicherheitsvorführung vom Kapitän persönlich. Und schon hoben wir ab in die Lüfte. In nur zweihundert Metern Höhe flogen wir übers Riff und hatten einen Wahnsinnsausblick! So etwas erlebt man wirklich nicht alle Tage. Ein genialer Geburtstagsauftakt für Stefan.
Bei blauem Himmel und Sonne landeten wir auf Lizard Island einer traumhaften kleinen Insel und wurden gleich von der Crew in Empfang genommen und an Bord gebracht. Eine lustige Truppe -sowohl die Crew, als auch die anderen Passagiere, die schon ein paar Tage an Bord waren. Nach einem Begrüßungscocktail und einer Käseplatte (oh ja wir ließen es uns richtig gutgehen) fuhren wir gleich zum ersten Tauchplatz. Also hieß es Sauerstoffflaschen anschnallen und abtauchen. Wir waren sofort begeistert. Dass die anderen meinten, die Sicht wäre wohl nicht ganz so gut, jetzt nach dem Wirbelsturm, konnten wir überhaupt nicht teilen. Es war großartig und vor allem so bunt! Wunderschöne Korallen und viele kleine Fischlein und beeindruckend große Kabeljaue, für die dieser Tauchplatz berühmt war. Es hatte sich auf jeden Fall gelohnt etwas mehr zu zahlen um nördlich von Cooktown tauchen zu gehen, wo nur 3 Tauchboote operieren.
Leider war es Stefan schon etwas schwindelig, als wir aus dem Wasser kamen und das ganze wurde immer schlimmer. Vermutlich war er seekrank, so ganz genau wissen wir es aber nicht. Ausgerechnet an seinem Geburtstag konnte er nun nichts Essen und auch die zwei weiteren Tauchgänge nicht mitmachen, die für diesen Tag noch anstanden. Wirklich richtig ärgerlich. Wir waren froh, dass es ihm am nächsten Morgen besser ging und er die zwei restlichen Tage noch in vollen Zügen genießen konnte. Das Essen an Bord war sehr lecker. So gut hatten wir bisher in Australien noch nicht gegessen. Erstes Frühstück, Tauchgang und dann zweites richtig großes Frühstück mit Speck, Eiern, Pfannkuchen und und und. Mittagessen, Nachmittagssnack (z.B. selber gemachte Schokolade mhhh) und Abendessen mit Nachttisch. Wir wurden rundum versorgt mit allem was wir brauchten. Nach jedem Tauchgang hatten wir unsere persönliche Wasserflasche am Platz und ein (vom Trockner noch gewärmtes) Handtuch. Und das Tauchen war wirklich genial. Insgesamt machten wir 12 (Stefan 10) Tauchgänge an vielen verschiedenen Plätzen in drei Tagen. Darunter auch 2 Nachttauchgänge. Teilweise tauchten wir sogar ohne Guide und nur im Zweierteam, das hatten wir bisher noch nicht ausprobiert. Wir sahen Weißspitzenriffhaie (auch bei Nacht und ganz nah), Schildkröten, Tintenfische (einer wechselte sogar vor unseren Augen abrupt die Farbe), über einen Meter große Muscheln in leuchtendem blau und vieles vieles mehr.
Das Leben an Bord bestand im Wesentlichen aus Tauchen, Schlafen und Essen. Trotzdem blieb noch ein wenig Zeit unsere interessanten Mittaucher kennenzulernen. Und ich muss schon sagen, wir waren zwei arme kleine Lichter an Bord. Was hatten wir da? Z.B. einen jungen, aufstrebenden Brauereibesitzer aus Singapur, 2 Piloten von American Airlines, einen Fondmanager von der Wallstreet …. etc. Und alle hatten sie nur Quatsch im Kopf. Es war also sehr lustig.
Am letzten Abend holte dann der Kapitän noch seine Klampfe aus der Schublade und zeigte, dass er durchaus Talent zum Entertainer hatte. Wir trällerten ein Lied nach dem anderen und schauten uns dann die Unterwasserfotos von der Bordfotografin an und das Video, das sie während des Trips gedreht hatte. Während des Videos wurde es auf einmal ganz still, da wir die schönen Momente noch einmal erlebten und uns plötzlich klar wurde, dass der Trip schon zu Ende ging.
Wir fuhren die ganze Nacht durch und hatten deshalb alle einen mehr oder weniger schlechten Schlaf. Am nächsten Morgen gabs dann nach dem Frühstück die große Verabschiedung.
Wir sind wirklich froh, dass wir diese Tour gebucht haben und das noch intakte, bunte, wundervolle Great Barrier Reef sehen konnten. Wer weiß wie lange das noch möglich ist. Rund um Cairns scheint ja schon vieles zerstört zu sein.
Montag, 28. Februar 2011
Australien – Great Barrier Reef (07.02.11 – 10.02.11)
Sonntag, 27. Februar 2011
Australien – Port Douglas und Umgebung (05.02.11 – 06.02.11)
Am nächsten Morgen wurden wir tatsächlich mit Sonnenstrahlen geweckt. Voller Tatendrang holten wir also unser Mietauto ab und freuten uns endlich mal wieder aus Cairns rauszukommen. Wir fuhren Richtung Norden und legten einen ersten Stop in Hartleys Krokodilfarm ein. (Nix für dich, Mama!) Wir kamen gerade noch rechtzeitig zur Fütterung und erfuhren, dass wir mit 15 Leuten die kleinste Gruppe waren, die jemals bei der Krokodilfütterung zugeschaut hat. (Jaja, Yasi zeigte so seine Auswirkungen.) Umso besser. So hatten wir einen Platz in vorderster Front und staunten nicht schlecht wie hoch die Krokos aus dem Wasser springen konnten, um nach einem gerupften Huhn zu schnappen. Das größte Krokodil im Park war 5,2 m lang. Ein ordentlicher Brummer. Wenn ich mir vorstelle, dass so ein Vieh während der Flut in der Hauptstraße von Rockhampton herumschwamm wird mir schon ganz anders. Stefan hat auch ein halbes Huhn ins Gehege geworfen. Aber keine Angst, er hat beide Arme noch.
Danach fuhren wir mit einem kleinen Boot durch den Fluss und fütterten noch mehr Krokodile, dabei saßen wir selbstverständlich hinter dicken Glasscheiben. Die ganze Tour war sehr interessant und wir erfuhren viel über die Reptilien. Bald war klar, dass wir aus dem Park nicht so schnell wieder rauskommen würden, denn eine Vorführung jagte die nächste. Wir durften ein Krokobaby ganz nah beobachten, schauten uns die Krokodilfarm an und bekamen alles Wissenswerte über Giftschlangen präsentiert unter anderem über die giftigste Schlange der Welt, der Inland Taipan, die dann auch gleich mal vorgeführt wurde. Jetzt wissen wir immerhin, wie wir uns bei einem Schlangenbiss zu verhalten haben und dass im Falle eines Taipanbisses vermutlich in ganz Queensland nicht genügend Gegengift aufzutreiben ist. Aber das macht ja nichts, denn “grundsätzlich” wird man ja auch nicht gebissen! ;-) Im Anschluss gings dann auf Tuchfühlung mit den weniger gefährlichen Artgenossen. So eine Python als Halsschmuck ist schon was nettes.
Mama, ab hier kannst du wieder weiterlesen, es gab auch noch nette, liebe Tierchen im Park. Zum Beispiel Koalas und Kängurus. Letztere ließen sich sogar streicheln, wenn man sich besonders vorsichtig und langsam näherte.
Die größte Überraschung des Parks waren jedoch die Kasuare, große Laufvögel. Dass es so etwas tatsächlich gibt. Wir waren total beeindruckt. Diese Vögel mussten direkt von der Filmleinwand aus Avatar entsprungen sein. Unglaublich. Im Prinzip wie Strauße nur bunt und mit einem Horn auf dem Kopf. Schaut euch am besten mal die Bilder an. Das krasseste jedoch waren die Laute der Kasuare. Im Te Papa Museum hatten wir die Töne gehört, die die ausgestorbenen Moas angeblich gemacht hatten und waren schon fasziniert. Kasuare machen genau das gleiche. Niederfrequente Laute, die dadurch sehr weit hörbar sind. Wie genau es klingt kann man schlecht beschreiben. Auf jeden Fall wunderten sich alle Besucher, wo denn diese komischen Töne herkamen. Es wurde in den Himmel geschaut und zum Parkplatz aber die Tiere wurden nicht verdächtigt. ;-) Zum Abschluss fütterten wir die schrägen Vögel mit Obst und dann machte der Park auch schon zu und wir setzten unsere Fahrt nach Port Douglas fort. Die Zimmersuche dauerte eine Weile, da das Preisniveau dort ziemlich hoch war. Am Ende machten wir dann aber noch einen guten Deal und landeten in einem traumhaften Appartement. Wir bummelten durch die Straßen der kleinen Küstenstadt und kauften uns eine Flasche Wein, um den Abschluss eines gelungen Tages zu genießen.
Als wir am nächsten Morgen aufwachten, suchten wir die Sonne vergeblich. Es schüttete mal wieder wie aus Kübeln. Unsere Pläne fielen buchstäblich ins Wasser. Wir fuhren zwar noch weiter nördlich nach Mossman und Daintree konnten dort aber nichts unternehmen, da alles überschwemmt und geschlossen war. Auf dem Weg zurück suchten wir uns eine andere Route übers Inland aus mussten jedoch nach einer halben Stunde wieder umdrehen, da die Straße nicht passierbar war und der Wasserspiegel von Minute zu Minute weiter anstieg. Nichts wie weg hier. Damit der Tag nicht ganz umsonst war, fuhren wir noch nach Kuranda und schauten uns dort die Barron Wasserfälle an. Aufgrund des vielen Regens, waren diese natürlich stark angeschwollen und sehr imposant.
Im Supermarkt kauften wir dann zur Abwechslung mal Känguruhfleisch ein und bereiteten uns ein leckeres Abendessen zu, nachdem wir unser Mietauto wieder abgegeben hatten.
Samstag, 26. Februar 2011
Australien – Cairns & Wirbelsturm Yasi (01.02.11 – 04.02.11)
Am Morgen unserer Abreise von Magnetic Island erfuhren wir vom Wirbelsturm Yasi, der auf dem Weg zur Küste und mit Kategorie 5 beziffert war. Das Zentrum sollte mit voller Wucht morgen Nacht zwischen Cairns und Townsville auftreffen. Das Auge des Sturm hatte allein einen Durchmesser von 100km. Unser Bus war bereits bis nach Cairns gebucht. Wir hatten zwar noch überlegt zwischendurch einen Stop in Mission Beach zu machen, es uns aber doch anders überlegt. Cairns würde wahrscheinlich am sichersten sein und einige solide Häuser haben, wohingegen Mission Beach hauptsächlich aus Hütten am Strand bestand.
Also gings zunächst mit der Fähre zurück nach Townsville und dort zum Busterminal. Zyklon Yasi war überall Thema Nr. 1. In Cairns angekommen, liefen wir gleich zum Grand Hotel, das uns empfohlen wurde. Die wollten uns aber nicht mehr aufnehmen. Dasselbe Spiel hatten wir dann auch bei der Jugendherberge direkt um die Ecke. Auf Nachfragen erklärte man sich bereit uns für diese eine Nacht zu nehmen und dann wollte man weitersehen. Aufgrund des Sturmes wäre es möglich, dass morgen alle evakuiert werden würden. Plötzlich begriffen wir, dass die Lage doch ernster war, als wir gedacht hatten. Am dritten Hostel an dem wir es versuchten standen die Leute Schlange bis auf die Straße und im vierten fanden wir letztendlich ein Zimmer für die nächsten zwei Nächte. Dieses Hostel war auch in einem neuen Gebäude und hatte keine Räume im Erdgeschoss, was schon mal sehr gut war. Auf unserem Bett lag ein Zettel mitAnweisungen, wie wir uns aufgrund des Zyklons zu verhalten hatten. Wir nahmen den guten Rat ernst und gingen schnell zu Woolworth, um ein paar Vorräte einzukaufen. Der riesige Laden war schon halb leer gefegt. Brot bekamen wir keins mehr. Wir kauften Getränke, Cornflakes, Käse, Wurst und Schokolade ein. Dann gingen wir zum MC Donalds, um uns im Internet ein wenig über die Lage zu informieren und um was zu essen. Wir hatten gerade noch Glück, denn eine halbe Stunde später schloss der 24h MC Donalds hinter uns die Türen. Die meisten Geschäfte in Cairns schlossen bis auf weiteres und machten sich sturmsicher und das bereits 1,5 Tage bevor der Sturm eintreffen sollte.
Am nächsten Morgen versuchten wir nochmal Spaghetti mit Tomatensoße zu kaufen. Solange der Strom noch ging, konnten wir ja auch noch was warmes Essen. Ein einziger kleiner Minisupermarkt hatte noch offen und machten mit völlig überteuerten Waren das Geschäft seines Lebens. Die Leute standen bis auf die Straße in der Schlange.
Da der MC Donalds zwar geschlossen hatte, jedoch das WIFI weiterhin funktionierte versammelten sich davor allerhand Leute mit Laptops und IPhones. Auch wir nutzten die Lage (man konnte eh nichts anderes machen) und organisierten unsere Woche in den Philippinen.Mittags kochten wir die Spaghetti, bekamen aber nicht so wirklich viel runter. Anscheinend waren wir unterbewusst doch etwas aufgeregt vor der bevorstehenden Yasi-Nacht. Wir hatten Saft, Sprudel und Milch eingekauft und außerdem mehrere Kanister Leitungswasser abgefüllt. Außerdem hatten wir umgepackt und alle wichtigen Gegenstände in unsere kleinen Rucksäcke verfrachtet, falls tatsächlich kurzfristig evakuiert werden sollte. Im Hostel wurden alle Gegenstände gesichert, die Fenster abgeklebt und Tische und Stühle von Balkon und Wohnzimmer in den fensterlosen Innengang umgelagert. Um 14:15 Uhr fing es an zu regnen. Auf der Straße waren nun immer weniger Leute, alle verschanzten sich zu Hause oder in den Hotels. Im Aufenthaltsraum kam den ganzen Tag Live-Berichterstattung über den Sturm im Fernsehen. Die Stimmung war unterschiedlich. Einige nahmen Yasi doch tatsächlich zum Anlass um sich zu betrinken und laut zu feiern. Nachdem wir unsere Spaghetti-Reste gegessen hatten gingen wir auf den Balkon und beobachteten von dort das Geschehen. Um kurz nach 21 Uhr wurde dieser jedoch geschlossen und alles dicht gemacht. Jetzt durfte man sich nur noch in den Zimmern oder im Gang aufhalten. Die Türen nach draußen durften nicht mehr geöffnet werden. Es gab keine Fenster. Wir wussten also nicht so recht was draußen los war. Schon ein komisches Gefühl mit so vielen Leuten auf engstem Raum “eingesperrt” zu sein. Wir hatten zum Glück unsere MP3-Player mit Radio und konnten so die Nachrichten live mitverfolgen. Überraschenderweise zog Yasi nun immer weiter südlich. Der Wirbelsturm würde uns also doch nicht mit voller Wucht treffen. Kurz vor 23 Uhr gingen wir Zähne putzen. Im Bad waren große Tonnen mit Wasser aufgestellt, im Falle, dass es Probleme mit den Wasserleitungen geben würde. Kurz vor Mitternacht traf Yasi dann an der Küste ein. Wir bekamen nicht viel mit, denn wir waren in unserem Betonbau total abgeschirmt. Am Radio verfolgten wir jedoch die Telefonanrufe zahlreicher Australier, die berichteten, wie es ihnen gerade erging. Mission Beach traf es leider ziemlich hart. Dort wurden viele Häuser zerstört. Zum Glück waren wir gleich nach Cairns durchgefahren. Es war wirklich eine aufregende Nacht und wir schliefen, wie wohl alle anderen in Queensland, nicht viel.
Am nächsten Morgen sahen wir, dass sich die Sturmschäden inCairns Gott sei Dank in Grenzen hielten. Die Straßen lagen voller Palmwedel, Äste und Blätter. Alle Scheiben schienen noch ganz zu sein und es gab auch keine Überflutungen. Wir liefen vor zur Küste und sahen, dass das Wasser extrem hoch stand und die Wellen auch teilweise über die Promenade schlugen. Ein Polizist versuchte die Leute davon abzuhalten dort entlangzulaufen. Der MC Donalds war immernoch geschlossen aber große Menschentrauben standen davor und nutzten das Internet um Ihren Familien und Bekannten mitzuteilen, dass alles gut verlaufen war.
Gegen Mittag wurde der Regen dann wieder stärker. Teile der Straße standen dann plötzlich doch unter Wasser. Bei uns im Hostel muss ein ein Loch im Dach gewesen sein, denn die Feuertreppe floss plötzlich ein kleiner Bach hinunter. Ein Ladenbesitzer im Erdgeschoss bekam dies zu Spüren. Bei ihm trat das Wasser aus der Decke und so nützten auch die Sandsäcke nichts, die er vor den Türen hingelegt hatte.
Am nächsten Tag regnete es zwar immer noch aber die Lage hatte sich nun wieder etwas normalisiert. Langsam öffneten auch die ersten Geschäfte wieder. Wir nutzten die Gelegenheit und suchten uns ein neues Hotel. Länger hätten wir es auf den unbequemen Matratzen auch nicht mehr ausgehalten. Unsere Schlüsselkaution von 60 $ bekamen wir erst am Abend zurück, da das Computersystem noch offline war. In großen Teilen der Stadt gab es immernoch keinen Strom. Da nach und nach auch die Reiseagenturen wieder öffneten verbrachten wir den restlichen Tag damit, die kommenden Tage zu planen. Wir mieteten uns ein Auto fürs Wochenende und buchten eine Tauchtour ins Great Barrier Reef. Schluss mit rumsitzen, jetzt wollten wir wieder was erleben!!!
Sonntag, 13. Februar 2011
Australien – Magnetic Island (29.01.11 – 31.01.11)
Am nächsten Morgen gings mit der Fähre nach Magnetic Island und vom Fährterminal dort mit dem Bus quer über die Insel zum Bungalow Bay Hostel. Wir hatten schon reserviert und freuten uns riesig als wir die Anlage mit Pool und die tollen Hütten mit den Verandas sahen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, liefen wir zum Strand, der aber leider aufgrund der Würfelquallengefahr gesperrt war. Also begnügten wir uns mit dem schönen Pool. Am nächsten Morgen machten wir uns auf, die Insel zu Fuß zu erkunden. Unterwegs hielt der Besitzer des Fährbetriebs mit seinem Auto an und fragte, ob er uns ein Stück mitnehmen könnte. So fuhren wir mit ihm ans andere Ende der Insel und marschierten von dort auf diversen Wanderwegen zurück. Auf und ab gings und ganz schön anstrengend wars bei dem schwülen Wetter. Aber auch schön. Von den Bergen hatten wir wunderbare Aussichten auf die Küste. Es hat total Spaß gemacht sich mal wieder zu bewegen. In Australien waren wir ja bisher noch nicht wirklich viel gewandert. Zum Schluss machten wir noch einen Abstecher zu einem alten Fort aus dem II Weltkrieg und kletterten auf einen Aussichtsturm.
Wieder am Hostel angekommen legten wir uns in die Hängematten und ruhten uns aus. Plötzlich ging ein lautes Geschnatter los und wir stellten fest, dass jemand Brot hingestellt hatte, um die Papageien zu füttern. Da war vielleicht was los. Die Viecher kreischten so laut, dass es einem in den Ohren weh tat und zogen eine richtige Schau ab. Einer flog Stefan sogar auf den Kopf, als dieser in gerade fotografieren wollte.
Später sahen wir auch noch Wallabies im Garten herumhüpfen und am Abend in der Küche ein Possum, das verschlafen unterm Dach lag. Total goldig.
Den letzten Tag auf Magnetic Island verbrachten wir mal wieder ganz faul am Pool mit unseren Büchern und den ganzen Tieren. Entspannung pur war angesagt. Das Inselchen hat uns schon sehr gut gefallen. Aber am nächsten Tag würde unsere Reise wieder weiter gehen.